Tag 20: Wedel/Schulau – Harsefeld (22.07.2021)

Ein wenig Bange war mir im Vorfeld des heutigen Tages schon: Klappt das mit der Fähre? Aber ja, es ist alles gut gelaufen. Insgesamt war der heutige richtig toll, mit gutem Wetter und wundervollen Begegnungen!

Aber von vorne: Kurz nach 8 Uhr ging es vom Hotel los, um auf jeden Fall die Fähre um 8:40 Uhr zu erwischen, die mich ans andere Elbufer nach Lühe bringt. Dort traf ich auch die andere Pilgerin, von der ich gehört hatte, da diese auch in Harsefeld heute übernachtet. Wir unterhielten uns auf der Fähre, so dass die 20 min Überfahrt im Nu vorüber waren, gingen etwa 2 km gemeinsam und machten noch zusammen eine Frühstückspause. Danach ging jeder für sich weiter, wobei wir uns tagsüber immer mal wieder begegneten.

Der Weg führte – im Alten Land – viele Kilometer über Deiche weiter landeinwärts.

Die ersten Kilometer ging es über solche Wege

Die Herzlichkeit und Offenheit der Menschen bezüglich Pilgern konnte man an vielen Stellen sehen, was die folgenden Fotos veranschaulichen sollen.

Eine Bank für Pilger
Und noch eine Pilgerbank

Kurz hinter Horneburg, wo ich heute meine Mittagspause eingelegt hatte, stieß ich im Ort Daudieck auf ein altes Gehöft. Die Inhaberin begrüßte mich sogleich. Wir unterhielten uns vielleicht nur 10-15 min, aber inhaltlich deckten wir dabei einen großen Themenbereich ab: Pilgern, (Aus)Bildung, Politik, Geschichte, Landwirtschaft, …

Es war ein intensives und bereicherndes Gespräch. Und obwohl ich die ganze Zeit über stand, mit dem Rucksack auf dem Rücken, fühlte ich mich danach energiereicher als vorher und ging mit großer Kraft weiter.

Ein toller See direkt hinter dem Gehöft in Daudieck

Kurz darauf schloss ich auch mal wieder zu der Pilgerin von heute morgen auf, zog, noch immer voller Energie, vorbei und machte erst etwa 5 km vor dem heutigen Ziel meine letzte Pause.

So liebe ich Pilgern am meisten: auf einer Bank sitzend 😀

Auf den letzten Kilometern wurde ich noch in zwei Gespräche verwickelt: Ich unterhielt mich mit einer Frau und ihren Kindern, die erst vor kurzem von München nach Harsefeld gezogen sind, übers Pilgern. Und kurz darauf sprach mich noch ein 82-jähriger Mann an, der am Rasen mähen war.

In Summe hatte ich heute einen wirklich tollen Tag mit vielen Begegnungen.

Eine Brücke im Stadtpark von Harsefeld

Zum Abendessen kochten die Pilgerin und ich gemeinsam. Ein wenig hatte dies nun den Flair von meinen vergangenen Pilgerreisen, wenn man mit anderen Pilgern gemeinsam den Abend ausklingen lässt, einfach toll!